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Digitale Barrierefreiheit
01.10.2024Eine klare Empfehlung spricht Sartori hingegen für User-Test in offiziellen Test-Labs aus. „Für ein großes Shop-Projekt haben wir von hmmh mit einer Stiftung für blinde und sehbehinderte…
Mehr erfahrenDie Auftaktveranstaltung wurde von bremen digitalmedia in Kooperation mit den Mitgliedsunternehmen HEC GmbH, ifok GmbH, Clostermann & Jasper Partnerschaft mbB und dem Netzwerkpartner LogistikLotsen organisiert. Den Abend eröffneten die Initiatorinnen Eva Koball, Geschäftsstellenleiterin bremen digitalmedia, und Annekathrin Gut, Leiterin Marketing und Kommunikation der HEC GmbH.
In der Workshop-Session „Chancen durch einen Nachhaltigkeitsbericht“ gab Dr. Steve Waitschat, Head of Sustainability bei Clostermann & Jasper Partnerschaft mbB, einen Überblick über freiwillige und verpflichtende Berichte nach den European Sustainability Reporting Standards. Gerade bei den freiwilligen Nachhaltigkeitsberichten gilt: Einfach anfangen. Es gibt gute Leitfäden – auch solche, die nicht allzu umfangreich sind und sich für kleinere Unternehmen eignen. (Zwei Beispiele des Infozentrum UmweltWirtschaft sind hier und hier verlinkt.) Allerdings: Für die Digitalwirtschaft gibt es noch keinen Branchenleitfaden. An dieser Stelle könnte bremen digitalmedia mit seinen Mitgliedern mit gutem Beispiel vorangehen.
Simon Fenske, Digital Design Consultant bei der HEC GmbH, stellte zahlreiche Möglichkeiten vor, wie sich Webentwicklung nachhaltig gestalten lässt. Viele kleine Stellschrauben können einen großen Unterschied machen und die beginnen schon bei der Konzeption der Software. Auch kleine Einsparungen haben Impact – und zwar massiv, wenn man sie skaliert. Hier sind beispielsweise die Hochschulen gefragt, im Informatikstudium Nachhaltigkeit deutlich stärker zu verankern.
Junge Menschen können mit Nachhaltigkeit mitunter wenig anfangen und sehen sich von Zukunftsängsten getrieben. Über ihre Bedürfnisse diskutierte Sven Hermann, Geschäftsführer der ProLog Innovation GmbH und Vorstandsvorsitzender der LogistikLotsen, in seiner Session mit den Teilnehmer*innen. Mit einer „Zukunftswerkstatt“ könne Nachhaltigkeit positiv besetzt werden. So könnten Unternehmen beispielsweise gemeinsam Challenges veranstalten, Auszubildende zum Green Coding motivieren oder einen Preis für die „digital-nachhaltige“ Schule ausloben.
In allen Sessions wurde die Notwendigkeit von Kooperationen betont: Die Unternehmen der Bremer IT- und Digitalwirtschaft könnten voneinander lernen und gemeinsam Entwicklungen anstoßen. Außerdem müsse man aus der eigenen Wissensblase heraustreten und sich über die Branche hinaus vernetzen.
Zu Beginn des „Kickoff Nachhaltigkeit“ gab Bartosz Przybylek, Berater für Twin Transition bei der ifok GmbH, einen Input zur Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Digitalwirtschaft. Er erläuterte, warum das Konzept der Doppelten Transformation (Twin Transformation) für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft und Gesellschaft essenziell ist. Das Konzept geht davon aus, dass die digitale und die nachhaltige Transformation zusammen gedacht und vorangetrieben werden müssen.
„Die Bremer Digitalwirtschaft ist ein Schlüsselfaktor für die doppelte Transformation und sollte ihre Rolle proaktiver ausspielen“, betonte Bartosz Przybylek zum Abschluss seines Vortrags.
Möglichkeiten, zum Thema Nachhaltigkeit aktiv zu werden, soll es künftig häufiger geben: bremen digitalmedia wird die Ideen aus der Auftaktveranstaltung aufgreifen und weitere Formate anbieten. Wer Lust hat, sich inhaltlich, organisatorisch oder anderweitig einzubringen, der sollte sich unbedingt bei Eva Koball (Mail) in der Geschäftsstelle melden.